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Naturnahes Bienenparadies im Schulgarten

Biosphärenmodul in Klasse 3/4 in in Kooperation mit Stephan Peschke und der Streuobstpädagogin Heidi Schubert


Wie schaffen wir ein naturnahes Paradies für unsere Bienen im Schulgarten?

 

Die Kinder lernen ein Bienenvolk kennen und erhalten spannende Einblicke in die Arbeit eines Imkers. Sie erfahren, wie Honig entsteht, dürfen bei der Honigernte helfen und den Honig selbst abfüllen. Außerdem entdecken sie, wie ein Bienenvolk den Winter überlebt und welche wichtige Rolle Wildbienen für unsere Umwelt spielen. Durch praktische Erfahrungen im Schulgarten gestalten die Kinder aktiv einen Lebensraum, in dem sich Bienen wohlfühlen.


Aktionen im Biosphärenjahr 2025/26


Die Arbeit als Imker

 

Bei unseren Schulbienen gibt es immer etwas zu tun und viel zu entdecken.


Naturnahes Bienenparadies - Klasse 3

 

Einführung ins Bienenvolk unseres Schulgartens

 

Am Dienstagnachmittag, den 24.03.2026 gab uns unser Hausmeister und Imker Stephan Peschke einen Einblick in das Bienenleben im Schulgarten und beantwortete die zahlreichen Fragen der Drittklässler. Bei herrlichem Sonnenschein saßen wir auf Bänken um den Bienenstock herum und lauschten gespannt den interessanten Ausführungen von Stephan. Sein umfassendes Bienenwissen beeindruckte uns sehr. Zunächst wurde der Unterschied zwischen der Honigbiene, die ohne ihr Bienenvolk nicht lebensfähig ist und den Wildbienen erklärt. Die Wildbienen machen als sogenannte Solitärbienen alles selbst und allein.

Die Honigbiene ist ein staatenbildendes Insekt mit einem Volk aus ca. 40 000 Bienen, die alle voneinander abhängig sind. Es muss als ein Lebewesen betrachtet werden. Wenn ein Glied fehlt, dann bricht das Volk zusammen. Zu einem Bienenvolk gehören die Bienenkönigin, die am längsten und größten ist, die Arbeiterinnen, die alle anfallenden Aufgaben im Bienenvolk erledigen und die männlichen Drohnen, die keinen Stachel haben und deren einzige Aufgabe darin besteht, sich mit der Königin zu paaren. Nach der Begattung werden die Drohnen aus dem Bienenstock geworfen oder getötet, da sie im Winter nicht mehr „gebraucht“ werden.

Im langen Hinterteil legt die Königin ihren Samenvorrat an, um dann möglichst viele Eier ablegen zu können. Sie wird mit dem hochwertigen Gelee Royale gefüttert, das die Bienen selbst herstellen. Das ist eine sehr hochwertige Nahrung.

Dann fragte Stephan in die Runde, warum denn der Mensch die Honigbiene als „Nutztier“ nahm. Diese Frage war für die Schüler nicht ganz einfach zu beantworten. Sofort wurde die Honigproduktion genannt. Allerdings könnte der Mensch auch ohne dieses süße Nahrungsmittel gut auskommen. Zwei wichtige Punkte wurden dann den Kindern entlockt. Bienen sind für das Bestäuben zahlreicher Nutz- und Blütenpflanzen unerlässlich. Fremdbestäuber brauchen Insekten, die die Pollen von einer Blüte zur anderen tragen. Schließlich war früher, als es noch kein elektrisches Licht gab, auch das Bienenwachs zur Kerzenherstellung als Brennmittel gefragt.

Ganz wichtig war den Kindern die Frage nach der Gefährlichkeit eines Bienenstichs und was man tun soll, wenn man gestochen wird. Zunächst stechen Bienen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Etwa 3% der Bevölkerung, also ganz wenig Menschen, reagieren allergisch auf das Gift der Bienen. Ein Schmerz nach einem Bienenstich ist eine normale Reaktion des Körpers. Nach dem Stich sollte man sofort versuchen, den Stachel aus der Haut zu kratzen und damit auch die Giftblase. Dann heißt es kühlen und sich vom Bienenvolk zu entfernen.

Schließlich stellte uns Stephan noch die Arbeitsmaterialien eines Imkers vor: Schutzanzug, Stockmeißel, schmaler Besen sowie Blasebalg und Smoker.

Bei vielen Kindern wurde an diesem Nachmittag sicherlich das Interesse für die nach Ostern stattfindende Bienen-AG geweckt. Mit viel Bienenwissen und einem Applaus an Stephan gingen die Kinder anschließend nach Hause.


Aktionen im Biosphärenjahr 2024/25


Summ, summ, summ, Bienchen summ herum

– von Honig- und Wildbienen

 

Wir Drittklässler haben uns zwischen den Oster- und Sommerferien ganz intensiv mit dem Thema Bienen beschäftigt und viel über die kleinen Tierchen erfahren. Herr Peschke und Frau Schubert begleiteten uns während dieser Zeit und ermöglichten uns spannende Einblicke in die Welt der Honig- und Wildbienen. Hier könnt ihr lesen, was wir alles gemacht haben:

 

Honigbiene

Als wir im Frühjahr starteten, beschäftigten wir uns zunächst im Unterricht mit der Honigbiene. Vorbereitet mit diesem Wissen gab uns Herr Peschke dann den ersten Einblick ins Bienenvolk im Schulgarten. Er erzählte vieles über Honigbienen und über seine Arbeit als Imker und wir durften alles fragen, was wir wissen wollten. Besonders spannend wurde es, als er den Kasten öffnete und wir sahen, wie die vielen tausend Bienen im Bienenstock ihre Arbeit machten.

Als freiwilliges Angebot durften wir nun immer montags nach Schulschluss in den Schulgarten kommen, und Herr Peschke bei seiner wöchentlichen Arbeit am Bienenvolk unterstützen. Viele Kinder nahmen dieses Angebot an und wurden nach und nach zu richtigen Bienenexperten. Während wir am Anfang hauptsächlich zugeschaut haben, konnten wir mit der Zeit immer mehr Aufgaben übernehmen: Waben ziehen, Waben gemeinsam kontrollieren, Brutraum erweitern und dazu Wachsplatten in Rahmen einlöten, Gitter einsetzen und Honigraum aufsetzen, Protokoll schreiben.

Kurz vor den Sommerferien war es dann so weit, die fleißigen Bienchen hatten so viel gearbeitet, dass der Honigraum richtig schwer war und der Honig geerntet werden konnte. Dabei musste wieder die ganze Klasse mithelfen.

 

Wildbiene

Als Wildbienenexpertin kam Frau Schubert an drei Nachmittagen zu uns in die Klasse. Begonnen haben wir wieder mit etwas Theorie. Frau Schubert erklärte uns wesentliche Unterschiede zwischen Honig- und Wildbienen, sie erzählte uns etwas über die vielen verschiedenen Arten und über die Lebensweise der Wildbienen, sie zeigte uns, wie und wo die verschiedenen Wildbienenarten nisten und vieles mehr. Da unser Insektenhotel vor der Schule sehr gut angenommen wird und viele Wildbienen dort im Holz nisten, wollten wir nun auch für bodenbrütende Arten einen Nistplatz bauen: ein Sandarium. Deshalb schaufelten wir an mehreren Stellen um die Schule herum Erde weg und mischten diese mit keinen Steinen und Sand. Diese Mischung füllten wir zurück in die Aushubstellen und legten noch Totholzstücke auf den entstandenen kleinen Hügel. Nun sind wir gespannt, ob sich dort im Laufe der Zeit Wildbienenarten ansiedeln werden.

 

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